Sportliche Herausforderung 2017 [Blogparade]

Tatjana von MeinTriathlon.de fragt nach sportlichen Herausvorderungen für das noch junge Jahr 2017.

Sportlich Ziele für 2017?

Nach nun fast drei Jahren Laufsport habe ich mir für 2017 vorgenommen, endlich mal einen vollen Marathon zu laufen – und zwar die 50. Ausgabe des Bräunlinger Schwarzwaldmarathons im Oktober. Der Lauf soll vor allem landschaftlich reizvoll sein, aber auch vom Streckenprofil her einiges bieten. Ich bin zuversichtlich unter 4 Stunden bleiben zu können, peile aber eher eine Zeit Richtung 3:30 h an.

Training?

Ich habe bereits vorsichtig angefangen darauf zu trainieren, indem ich zusätzlich zum gewöhnlichen Sportumfang jeweils wochenends einen langen Lauf > 20k absolviere. Einem spezifischen Trainingsplan zu folgen wäre sicher auch sinnvoll, aber darauf habe ich – zumindest zum jetzigen Zeitpunkt – noch nicht wirklich Lust. Das ändert sich hoffentlich im Frühling mit besserem Wetter und längeren Tagen.

Rückschläge?

Toi, toi, toi – bisher klappt das alles sehr gut und ich musste zum Glück noch keine Rückschläge erleiden. Ich muss dazu sagen, dass ich in den letzten beiden Jahren jeweils für die Halbmarathon-Distanz beim Schwarzwaldmarathon angemeldet war und beide Male kurzfristig durch eine einsetzende Herbsterkältung ausgefallen bin. Es wäre wirklich ärgerlich, wenn das dieses Jahr wieder passiert!

So, das war’s auch schon.

Beste Grüße aus dem Schwarzwald!

Florian

 

Bottom Up Climb Freiburg

Durch eine Folge des Lauf-Podcasts FatBoysRun mit Anne-Marie Flammersfeld bin ich auf die so genannten „Bottom Up Climbs“ gestoßen — hierbei versucht man allein unter Zuhilfenahme der eigenen Muskelkraft vom tiefsten Punkt einer Region/eines Landes bis zum jeweils höchsten Punkt zu gelangen. Typischerweise geschieht das zu Fuss oder per Fahrrad und an Orten wie der Schweiz (Ascona/Lago Maggiore (199 m) → Dufourspitze (4634 m),  220 km) oder Mexiko (Atlantik→Pico de Orizaba (5636 m)). Mehr dazu gibt es auf www.bottomupclimbs.org.

Nun ist es so, dass es sich bei meiner Heimatstadt Freiburg um die deutsche Großstadt (= Stadt mit mehr als 100.000 Einwohnern) mit dem größten Höhenunterschied innerhalb des Stadtgebiets handelt; der tiefste Punkt liegt im Ortsteil Waltershofen (196 m ü. NN.), der höchste Punkt auf dem Gipfel des Schauinslands (1284 m ü. NN.). Insgesamt beträgt der Höhenunterschied also stolze 1088 Meter — und das bei einer Luftlinienentfernung von nur etwa 18 km.

Freiburg ist also perfekt geeignet für ein Mini-Version des „Bottom Up Climb“!

Routet man das Ganze bei GPSies, erhält man eine hübsche 24,5 km Laufstrecke, die von Waltershofen aus zuerst durch den Mooswald, dann durch die Freiburger Stadtteile Rieselfeld, Haslach, Wiehre und Günterstal führt und schließlich steil zum Schauinsland aufsteigt:

Vermutlich sollte man die Strecke noch ein bisschen variieren um z.B. den Trailanteil zu erhöhen und Straßenabschnitte zu verringern.

Ich habe vor, das Projekt „Bottom Up Climb Freiburg“ im Frühjahr (wenn es ein bisschen wärmer ist) oder im Frühsommer (wenn es noch nicht ganz so warm ist) anzugehen. Streckenmäßig passt es sicher gut in meine Vorbereitungen zum Schwarzwaldmarathon im Oktober. Natürlich sind noch ein paar logistische Probleme zu lösen (insbesondere: Hin- und Rückfahrten), aber insgesamt sieht es sehr machbar aus.

Wer weiß, vielleicht findet sich ja noch ein Mitläufer?

Angemeldet: Kaiserstuhllauf 2017

So, jetzt bin ich für den Kaiserstuhllauf in Ihringen am 12.3.2017 angemeldet.

Der Kaiserstuhllauf ist ein 17.8 km langer Berg/Trail-Lauf mit etwa 500 Höhenmetern. Start und Ziel sind jeweils in Ihringen, zwischendurch geht es auf teils steilen, trailigen Passagen den schönen Kaiserstuhl hoch und wieder runter. Unterwegs streift man das Liliental mit seinen imposanten Anpflanzungen exotischer Baumarten, läuft durch ausgewaschene Hohlgassen im Löß, quert Weinberge mit Blick auf die Rheinebene…  Wer die Gegend kennt, weiß, dass hier landschaftlich sehr viel geboten wird.

Der Kaiserstuhl bei Ihringen

Neben dem Hauptlauf werden auch noch kürzere Strecken angeboten — unter anderem eine 9.7 km Walking-Variante und die obligatorischen Kinderläufe.

Da der Lauf Teil der französischen Trail-Lauf-Serie Trophée des Vosges ist, sind entsprechend viele starke, französische Läufer am Start. Eine höhere Dichte an Decathlon-Laufausrüstung ist mir bisher nicht untergekommen 😉

Trophée des Vosges

Im letzten Jahr konnte ich mit 1:28:40 eine Platzierung im ersten Drittel erreichen — das möchte ich dieses Jahr auch gerne wieder schaffen. Also heißt es jetzt noch 1 ½ Monate trainieren, vor allem natürlich Bergaufläufe. Wird Zeit dass sich der Schnee verzieht und das Wetter besser wird…

Wie sieht es bei euch aus? Läuft jemand mit? Das Whiskey Running Team vielleicht?

GpxTrackPoster bei Runalyze

Was für eine Überraschung! Die Entwickler der exzellenten Lauf-Analyse-Software Runalyze haben mein kleines Python-Projekt GpxTrackPoster aufgegriffen und in ihre Webseite integriert — Open-Source macht’s möglich 😉

Ab sofort können Runalyze-Nutzer daher grafische Zusammenfassungen ihres Laufjahrs 2016 von https://runalyze.com/my/poster herunterladen – aber nur innerhalb eines begrenzten Zeitraums bis Ende Februar 2017 (Ankündigung im Blog von Runalyze, Beitrag in Hannes‘ Blog).

GpxTrackPoster habe ich Anfang 2016 in Python geschrieben um aus einer Sammlung von GPX-Tracks (wie sie zum Beispiel von eurer Laufuhr aufgezeichnet werden) ansehnliche Poster zu generieren. Inspiriert wurde ich dabei durch https://www.madewithsisu.com/ – hier gibt es ähnliche Poster auf Basis von Strava-Daten.

GpxTrackPoster erzeugt verschiedene Poster-Varianten:

  • Eine Kalenderansicht: hier gibt es für jeden Tag jedes Monats ein eigenes Feld; Tage an denen man einen Lauf absolviert hat, werden farblich hervorgehoben; Tage mit speziellen Läufen (z.B. Wettkämpfe) werden gesondert eingefärbt. Insgesamt bekommt man so einen ziemlich guten Überblick darüber, wie Läufe über das Jahr verteilt sind, ob man besonders laufintensive Monate hatte, oder ob man an bestimmten Wochentagen aktiver ist ans an anderen.
  • Eine Track-Sicht: Hier werden Miniaturansichten der einzelnen Lauf-Tracks in einem Gitter angeordnet. Wiederum werden spezielle Läufe farblich hervorgehoben. An den Formen der Tracks erkennt man meist seine Lieblingsstrecken.
  • Eine Heatmap: hier werden alle Läufe auf einer „Karte“ angezeigt. Orte, an denen man besonders oft vorbei kam, werden dabei heller/fetter gezeichnet.

Allen Darstellungen gemeinsam ist eine kleine Statistik im unteren Bereich der Poster; die Statistik zeigt neben der Anzahl an Läufen auch die Gesamtstrecke, die durchschnittliche Anzahl pro Woche, usw.

Die generierten Poster-Dateien kann man dann beispielsweise über einen online Foto-Druck-Dienst zu günstigen Preisen z.B. auf A2 Größe drucken lassen. Habe ich auch schon gemacht, sieht toll aus!

GpsTrackPoster ist über die Kommandozeile bedien- und konfigurierbar. Wer damit herumspielen will oder gar eigene Erweiterungen/Veränderungen vornehmen will, findet den Quellcode bei Github. Wer mag, darf dem Projekt dort gerne ein Sternchen verpassen 😎

Welche Art von Visualisierung würdet ihr noch gerne auf den Postern sehen? Was könnte man verbessern?

Warum läufst du eigentlich? [Blogparade]

Eddy hat ein paar Fragen in die Blogger-Runde geworfen.

Da möchte ich gerne antworten:

1. Warum läufst du?

  • Fitness: seit ich laufen hat sich mein Fitness-Level deutlich verbessert; das soll auch so bleiben!
  • Entspannung: beim Laufen kann ich perfekt abschalten und den Arbeitsalltag hinter mir lassen.
  • Leistungen: momentan bin ich noch auf dem aufsteigenden Ast, was meine Lauf-Leistungen angeht. Die Aussicht besser zu werden spornt mich an.
  • Menschen: ich versuche oft mit anderen Leuten zusammen zu laufen; manche sind meine Freunde, manche kenne ich vielleicht von Lauf-Portalen wie Strava.
  • Natur: Ich liebe es, im Wald und in den Bergen zu laufen.

2. Seit wann läufst du?

Angefangen hat es bei mir im Frühjahr 2014, als ich in der Firma geistesabwesend zugesagt habe, beim kommenden Business-Run (5k Kommerz-Runde in Freiburg) mitzumachen. Bis zu diesem Zeitpunkt war ich recht unsportlich (vom täglichen Rad- und unregelmäßigen MTB-Fahren mal abgesehen). Entsprechend ernüchternd war dann auch mein erster Laufversuch — die 1-2km bin ich viel zu schnell angegangen und ich musste daher schon nach wenigen 100 Metern zum Gehen übergehen. Aber ich bin drangeblieben, habe mich ständig verbessert. Nach knappen 3 Jahren bin ich immer noch voll dabei und kann mir einen Alltag ohne Laufen nur schwerlich vorstellen.

3. Was sind deine Rekorde?

Ich bin schon bei einigen Wettkämpfen mitgelaufen. Meine Bestzeit von 10k Straße liegt bei 41:03, meinen besten Halbmarathon habe ich in 1:36:58 gefinished. Ein Marathon-Wettkampf steht noch aus, ist aber für dieses Jahr geplant.

Weitere Bestzeiten findet man bei Strava.

4. Was ist dein schönstes Lauferlebnis?

Schwer zu sagen. Wenn nicht gerade Winter ist, versuche ich regelmäßig besondere Laufstrecken zu laufen — davon gibt es hier im Schwarzwald unzählige.

Besonders schön finde ich Läufe, die mich an landschaftlich tolle Orte bringen (das kann z.B. ein abgelegener Schwarzwaldgipfel mit Aussicht sein). Wenn dann noch nette Leute mitkommen und das Wetter mitspielt, ist der Lauf für mich perfekt.

5. Welche Fragen fehlen?

Ziele für 2017? Meine Antwort: Einen Marathon laufen!

Winterlauf

In Freiburg ist im Januar der Winter mit voller Wucht hereingebrochen — Temperaturen bis -10°C, recht viel Schnee auch in den Niederungen. Das ist total super, wenn man auf Wintersport steht. Für Läufer hingegen können Schnee und kälte sehr nervig sein — manch einer stellt das Laufen sogar total ein.

Ich hingegen genieße das winterliche Laufen zur Zeit regelrecht (was vielleicht auch daran liegt, dass ich nach mehrwöchiger Zwangspause endlich wieder richtig Laufen kann/darf). Durch verschneite Wälder rennen, Neuschnee unter den Füßen, finde ich fantastisch!

 

Meine Standard-Laufausrüstung für Temperaturen bis vielleicht -5°C:

  • Profilierte (Trailrunning-) Schuhe (Merrell All Out Peak)
  • Lange Laufsocken
  • Lange, dünne  Laufhose
  • Langärmliges, dünnes Trikot
  • Winddichte, dünne Jacke
  • Dünne Handschuhe
  • Fake-Buff-Tuch als Stirnband über die Ohren

Meine Klamotten sind nichts besonderes und stammen größtenteils von Decathlon.

Wenn es noch kälter werden sollte, ziehe ich eben die „dickeren“ Varianten der Kleidungsstücke an. Eventuell kommt noch ein Unterhemd dazu oder ein zweites Buff-Tuch für den Hals.

Bei den Schuhen sehe ich noch Optimierungspotenzial. Bei einer geschlossenen Schneedecke haben sie zwar ausreichend Grip, aber gerade wenn der Untergrund vereist ist, kommt man doch ab und zu ins Rutschen — manch einer nimmt daher Schuhe mit Spikes. Vielleicht wäre das eine sinnvolle Anschaffung für die nächste Wintersaison.

Wie geht ihr so mit dem Laufen im Winter um?

Rückblick 2016

Erst mal ein bisschen Statistik:

Insgesamt war ich 175 mal Laufen, also 3-4x pro Woche. Dabei habe ich eine Gesamtstrecke von 1.960,2 km zurückgelegt — pro Lauf im Schnitt 11,4 km. Die Gesamthöhenmeter betragen stolze 43.540 m, was sicher daran liegt, dass meine „Hausstrecke“ auf den Freiburger Rosskopf etwa 450 hm umfasst.

Insgesamt habe ich an 8 Wettkämpfen teilgenommen und dabei zwei neue persönliche Bestzeiten aufgestellt:

2016 habe ich zum erstem Mal Strava benutzt und war begeistert! Im Vergleich zu Garmin Connect, an das ich durch meine Laufuhr gebunden bin, ist der Feature-Umfang und die User-Experience von Strava deutlich besser — Bilder in Posts, Segmente, Interaktion mit anderen Usern, Fly-Bys, uvm. Eine tolle Sache insgesamt. Und das Beste: Aktivitäten, die ich auf Garmin Connect hochlade, landen voll-automatisch bei Strava!

(Poster mit allen Läufen 2016 – GpxTrackPoster)

Im November hat mich beim Hallentraining ein Muskelfaserriss in der Wade flachgelegt, so dass ich gute 6 Wochen auf das Laufen verzichten musste dann nur sehr behutsam wieder einsteigen konnte. Inzwischen kann ich aber schon wieder 10k beschwerdefrei Laufen — zwar nicht in 2016er-Wettkampfpace — aber immerhin. Die Verletzung ist auch der Grund, warum ich 2016 nicht die 2000km-Marke knacken konnte.

Ausblick auf 2017

2017 möchte ich endlich mal einen vollen Marathon laufen. Konkrete Pläne gibt es noch nicht, aber ich habe mal ein paar Herbstmarathons (Karlsruhe, Köln) ins Auge gefasst.

Ansonsten möchte ich gerne mehr an Indie-Events/privat organisierten Läufen (wie z.B. dem letztjährigen 1. Trailfieber Gruppenlauf, den ich wegeb des Muskelfaserrisses absagen musste) teilnehmen.

Da meine Forerunner 610 schon ihren Zenit überschritten hat, werde ich mir in diesem Jahr vermutlich auch eine neue Laufuhr zulegen. Kandidaten sind aktuelle Forerunner Modelle (630, 235, usw.), sowie die Fenix-Serie.

 

Muskelfaserriss :(

Seit einiger Zeit (~2 Jahre) gehe ich wöchentlich zu einem „Lauf-Kurs“ der Freiburger Volkshochschule. Eine total gute Sache. Ich habe so einen festen Termin für Lauf-ABC, Stabitraining, Zirkeltraining, Dehnen, usw. unter fachkundiger Aufsicht und Anleitung (der Trainer ist Physiotherapeut und selbst Läufer/Sportler). Der Kurs findet in einer Sporthalle statt und so habe ich im Herbst/Winter zumindest ein trockenes/warmes Training pro Woche 😉 Ich denke auch, dass sich durch den Kurs meine Laufeffizienz deutlich verbessert hat und mich das Stabitraining vor Verletzungen beim Trailrunning schützt.

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Vom Notschrei zum Feldberggipfel

Start: Parkplatz am Wintersportzentrum Notschrei
Ziel: Feldberggipfel
Distanz: ~21km (Gesamtstrecke)
Höhenmeter: ~600m
Wege: Waldwege, Trails

Los geht’s am Parkplatz des Wintersportzentrums Notschrei. Einige Wanderer haben hier heute schon ihr Auto abgestellt, ansonsten ist massig Platz. Sobald Schnee liegt, ist hier immer die Hölle los – der Notschrei gehört nämlich zu denjenigen Skigebieten, die von Freiburg aus innerhalb einer halben Stunde erreichbar sind.

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Von Stegen nach St. Peter

Start: Wanderparkplatz zwischen Stegen und Kirchzarten
Ziel: St. Peter
Distanz: ~22km (Gesamtstrecke)
Höhenmeter: ~800m
Wege: vorwiegend Trails, am Ende ein bisschen Straße, viel Landschaft!

Vor einiger Zeit hatte ich in der „Freiburg Gruppe“ bei Strava angeregt, gemeinsame Gruppenläufe in der Umgebung zu machen – völlig ohne Wettbewerbsgedanken, mit dem Hauptzielen Leute und Strecken kennenzulernen.

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