Bottom Up Climb Freiburg

Durch eine Folge des Lauf-Podcasts FatBoysRun mit Anne-Marie Flammersfeld bin ich auf die so genannten „Bottom Up Climbs“ gestoßen — hierbei versucht man allein unter Zuhilfenahme der eigenen Muskelkraft vom tiefsten Punkt einer Region/eines Landes bis zum jeweils höchsten Punkt zu gelangen. Typischerweise geschieht das zu Fuss oder per Fahrrad und an Orten wie der Schweiz (Ascona/Lago Maggiore (199 m) → Dufourspitze (4634 m),  220 km) oder Mexiko (Atlantik→Pico de Orizaba (5636 m)). Mehr dazu gibt es auf www.bottomupclimbs.org.

Nun ist es so, dass es sich bei meiner Heimatstadt Freiburg um die deutsche Großstadt (= Stadt mit mehr als 100.000 Einwohnern) mit dem größten Höhenunterschied innerhalb des Stadtgebiets handelt; der tiefste Punkt liegt im Ortsteil Waltershofen (196 m ü. NN.), der höchste Punkt auf dem Gipfel des Schauinslands (1284 m ü. NN.). Insgesamt beträgt der Höhenunterschied also stolze 1088 Meter — und das bei einer Luftlinienentfernung von nur etwa 18 km.

Freiburg ist also perfekt geeignet für ein Mini-Version des „Bottom Up Climb“!

Routet man das Ganze bei GPSies, erhält man eine hübsche 24,5 km Laufstrecke, die von Waltershofen aus zuerst durch den Mooswald, dann durch die Freiburger Stadtteile Rieselfeld, Haslach, Wiehre und Günterstal führt und schließlich steil zum Schauinsland aufsteigt:

Vermutlich sollte man die Strecke noch ein bisschen variieren um z.B. den Trailanteil zu erhöhen und Straßenabschnitte zu verringern.

Ich habe vor, das Projekt „Bottom Up Climb Freiburg“ im Frühjahr (wenn es ein bisschen wärmer ist) oder im Frühsommer (wenn es noch nicht ganz so warm ist) anzugehen. Streckenmäßig passt es sicher gut in meine Vorbereitungen zum Schwarzwaldmarathon im Oktober. Natürlich sind noch ein paar logistische Probleme zu lösen (insbesondere: Hin- und Rückfahrten), aber insgesamt sieht es sehr machbar aus.

Wer weiß, vielleicht findet sich ja noch ein Mitläufer?

11 Gedanken zu „Bottom Up Climb Freiburg“

  1. Klingt nach einem sehr coolen Vorhaben! Freiburg bietet sich dafür ja wirklich gut an.

    Ich hatte mir vor kurzem eine Strecke zusammengeklickt, um von Freiburg aus in einem Rutsch über Schauinsland und Feldberg (und zurück) zu laufen, die jetzt noch für irgendwann in diesem Jahr in meinem Kopf herumschwirrt. Gib also gerne Bescheid, wenn dein Termin steht. Ich wäre, wenn es zeitlich passt, gerne dabei!

    1. Sehr cool!
      Inzwischen haben sich schon erstaunlich viele Interessierte gemeldet. Ich glaube fast, dass ich das Ganze etwas professioneller aufziehen muss (die Stecke probelaufen, irgendwo unterwegs eine kleine Verpflegungs-/Wasserstation organisieren, usw.). Na ja, mal sehen, was draus wird 😉

      Florian

  2. Der Schwarzwaldmarathon ist glücklicherweise nicht ganz so steil 😉

    Bei mir wäre es dann wohl Gutach -> Hochfirst. Nicht ganz so unrealistisch (für mich) wie dein Projekt. Wobei mir der Hochfirst letzten Herbst auch noch zu steil war.

    1. Ja, auf den Schwarzwaldmarathon bin ich auch mal gespannt. Ich hoffe ich komme mit dem Training gut hin – aber ich habe ja noch 8 Monate Zeit 😉

  3. Oh leck – das ist ambitioniert!

    Runter kommen wäre nicht das Problem. Das kannst Du mit der Schauinslandbahn machen.

    Und als Verpflegungsstelle nimmst Du die „Holzschlägermatte“ (Okay, das war jetzt nicht ganz ernst gemeint; dann eher davor). Aber eine zweite (erste) Verpflegungsstelle wäre schon gut; vor dem Anstieg.

    Auf jeden Fall kann das ne richtig gute Sache werden! Bleib dran!

    Gruß aus Freiburg!

    1. Es ist definitiv ambitioniert. Bis dahin muss ich noch ein paar Berg-Kilometer trainieren.
      Runterfahren mit der Bahn ist eine super Idee. Beim offiziellen Schauinslandlauf ist das ja auch in den Startgebühren mit drin.

  4. Ich hatte erst zwischen den Jahren meinen alten Plan verwirklicht, mal von der Talstation aus hochzuwandern (und mit der Bahn wieder runter).

    Aber von Waltershofen aus ….

    Aber eine Verpflegungsstelle würde ich ggf. betreuen;-)

    1. Ich habe schon 2x den Schauinslandlauf mitgemacht (Waldsee -> Schauinsland). Das ist schon eine harte Tour.
      Auf das Verpflegungstellenangebot komme ich gegebenenfalls zurück sobald die Planung konkreter geworden ist.

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